Angespannte Lage im Mittleren Osten
US-Militär greift erneut Ziele im Iran an - Revolutionsgarden hindern Tanker mit Beschuss an Hormus-Passage

Das US-Militär hat erneut Ziele im Iran angegriffen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde ein Militärgelände unter Beschuss genommen. Washingtoner Regierungsbeamten werden zitiert, von dem ⁠Areal ⁠sei eine Bedrohung für ⁠die amerikanischen Streitkräfte in der Region und den kommerziellen ⁠Schiffsverkehr in ‌der Straße von Hormus ausgegangen.

    Dieses Satellitenbild zeigt Rauch, der nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas entlang der Straße von Hormus aus einem Schiff aufsteigt.
    Der iranische Hafen von Bandar Abbas nahe der Straße von Hormus nach einem Angriff (Archivbild). (AFP / -)
    Zudem habe man mehrere iranische Drohnen abgefangen und ​abgeschossen, die ebenfalls eine Bedrohung dargestellt hätten. Weiter hieß es, diese Maßnahmen seien "zurückhaltend, rein defensiv" und darauf ausgerichtet gewesen, "die Waffenruhe aufrechtzuerhalten."
    Laut der iranischen Nachrichtenagentur ⁠Tasnim schoss die Marine der Revolutionsgarden auf einen amerikanischen Öltanker, der die Meerenge habe passieren wollen und zur Umkehr gezwungen worden sei. Weiter hieß es, der Beschuss des US-Militärs habe ⁠offenes Gelände östlich der Hafenstadt Bandar Abbas getroffen. Es seien keine Opfer oder Schäden gemeldet worden.
    Bereits in der Nacht zu Dienstag hatten die US-Streitkräfte Angriffe mit einer ähnlichen Begründung geflogen. Zuvor war eine beiderseitige Feuerpause für längere Zeit weitgehend eingehalten worden.
    Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.