Deutsch-französisches Regierungstreffen
Berlin und Paris wollen europäischen Nato-Pfeiler stärken

Deutschland und Frankreich wollen ihre bereits enge militärische Zusammenarbeit weiter ausbauen.

    Die beiden stehen nebeneinander an Rednerpulten vor einem Eingang. Macron sagt etwas und ballt dazu beide Fäuste. Neben den beiden Fahnen der EU, Frankreichs und Deutschlands.
    Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) gemeinsam mit dem französischen Staatspräsident Emmanuel Macron in historischer Kulisse bei der Pressekonferenz nach dem Deutsch-Französischen Ministerrat in Schloss Augustusburg , Brühl, 17.07.2026. (picture alliance / Flashpic / Jens Krick)
    Beim Treffen des Deutsch-Französischen Ministerrats im nordrhein-westfälischen Brühl wurde unter anderem eine intensivere Kooperation im Bereich der nuklearen Abschreckung vereinbart. So sollen noch in diesem Jahr erstmals deutsche Soldaten an einer Übung der französischen Nuklearstreitkräfte teilnehmen. Frankreich wünscht sich eine stärkere Unterstützung der Partnerstaaten im konventionellen Bereich. Dazu zählen insbesondere Radar-Warnsysteme, die Entwicklung weitreichender Präzisionswaffen sowie die Luftabwehr.
    Zum Abschluss des Treffens betonte der französische Präsident Macron, sein Land trage weiterhin allein die Kosten für die Atomwaffen. Es gehe vor allem darum, die Sicherheit Europas durch nukleare Abschreckung zu erhöhen. Bundeskanzler Merz sagte, die Zusammenarbeit ergänze den auf US-Waffen basierenden NATO-Schutzschirm jedoch lediglich und ersetze ihn nicht.
    Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.