
Beim Treffen des Deutsch-Französischen Ministerrats im nordrhein-westfälischen Brühl wurde unter anderem eine intensivere Kooperation im Bereich der nuklearen Abschreckung vereinbart. So sollen noch in diesem Jahr erstmals deutsche Soldaten an einer Übung der französischen Nuklearstreitkräfte teilnehmen. Frankreich wünscht sich eine stärkere Unterstützung der Partnerstaaten im konventionellen Bereich. Dazu zählen insbesondere Radar-Warnsysteme, die Entwicklung weitreichender Präzisionswaffen sowie die Luftabwehr.
Zum Abschluss des Treffens betonte der französische Präsident Macron, sein Land trage weiterhin allein die Kosten für die Atomwaffen. Es gehe vor allem darum, die Sicherheit Europas durch nukleare Abschreckung zu erhöhen. Bundeskanzler Merz sagte, die Zusammenarbeit ergänze den auf US-Waffen basierenden NATO-Schutzschirm jedoch lediglich und ersetze ihn nicht.
Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
