
Für morgen ist eine Aufsichtsratssitzung der Berlinale-Trägergesellschaft anberaumt. Das Gremium wird von Kulturstaatsminister Weimer geleitet. Nach Informationen des Deutschlandfunk-Hauptstadtstudios läuft es auf eine vorzeitige Beendigung der Tätigkeit von Berlinale-Leiterin Tuttle hinaus. Außerdem soll über eine generelle Reform des Festivals gesprochen werden.
Alkhatib hatte in seiner Dankesrede am Wochenende von einer deutschen Mitverantwortung an einem Völkermord in Gaza gesprochen. Bundesumweltminister Schneider hatte die Veranstaltung deshalb verlassen.
Gruppenbild mit Palästinenser-Fahne
Bei der Preisgala am 21. Februar hatte es erneut pro-palästinensische Statements und Symbole gegeben. Der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib warf Deutschland auf offener Bühne vor, an einem "Genocid in Gaza" mitzuwirken. Er war zuvor für sein Werk "Chronicles from the Siege" als "Bester Erstlingsfilm" ausgezeichnet worden. Vom Publikum wurden die Äußerungen teils mit Beifall quittiert.
Nach einem Bericht der "Bild"–Zeitung ist für Weimer aber nicht nur die Preisverleihung ein Problem. Die 56-jährige Tuttle habe mit der Filmcrew eine Woche zuvor bereits mit Palästinenser-Fahne und -Tüchern posiert. Tuttle leitet die Berlinale seit 2024.
Diese Nachricht wurde am 25.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
