Medienbericht
Berliner AfD will Wahlprogramm beschließen: Vorrang für Einheimische, Landesamt für "Remigration", "chemischen Kastration"

Die Berliner AfD will heute in Brandenburg an der Havel ihr Wahlprogramm für die Landtagswahl im Herbst beschließen.

    Demonstranten vor dem Berliner Reichstag sind durch den blauen Stoff einer AfD-Parteiflagge hindurch zu sehen.
    Sexualstraftäter in Gefängnissen sollen nach dem Willen der AfD offenbar über die Möglichkeit einer "chemischen Kastration" aufgeklärt werden. (Getty Images / Omer Messinger)
    Wie der Tagesspiegel berichtet, liegt ihm ein Entwurf dazu vor. Demnach fordert die Partei bei der Vergabe von geförderten Wohnungen den Vorrang für Einheimische. Außerdem plane sie ein Punktesystem, das Wohnsitzdauer, Kinderzahl und Beruf berücksichtige. Das bisherige Landesamt für Einwanderung will die Partei demnach in ein "Landesamt für Einwanderung, Asyl und Remigration" umbauen – mit klarer Priorität auf Rückführungen. Remigration gilt als rechtsextremer Kampfbegriff für massenhafte Abschiebung von Menschen nicht deutscher Herkunft.
    Mit Blick auf innere Sicherheit heiße es weiter, Kinder sollten künftig schon ab zwölf Jahren strafmündig sein, Sexualstraftäter in Gefängnissen über die Möglichkeit einer "chemischen Kastration" aufgeklärt werden.
    Die Abgeordnetenhauswahl findet am 20. September statt.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.