
Bekannt wurde Metzkes zu DDR-Zeiten durch seinen besonderen Malstil. Seine Werke waren vor allem geprägt von Komödie, Harlekinen und Zirkusdarstellungen. Das seien Motive, "die als Parabeln die Möglichkeit bieten, in einer Übersetzung die Wirklichkeit abzubilden", sagte sein Sohn, der Bildhauer Robert Metzkes.
Harald Metzkes wurde in Anspielung auf seinen einstigen Wohnort auch "der 'Cézannist' vom Prenzlauer Berg" genannt. Aufgewachsen in der DDR, zählte er zu den Vertretern der Berliner Malschule.
Rembrandt statt sozialistischer Realismus
Metzkes verweigerte sich dem sozialistischen Realismus und orientierte sich stattdessen an berühmten Malern wie Rembrandt oder Velázquez. Den Maler Paul Cézanne nannte er einmal seinen "Freund". Der Impressionist habe ihn zu Farbe inspiriert, nachdem er anfangs fast darauf verzichtet hatte, sagte Metzkes der Nachrichtenagentur DPA in einem Interview kurz vor seinem 90. Geburtstag vor rund sieben Jahren.
Metzkes wurde 1929 im sächsischen Bautzen geboren. 1947 bis 1949 absolvierte er dort eine Lehre als Steinmetz - danach studierte er an der Hochschule für bildende Künste in Dresden. Später war er Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin bei Otto Nagel.
In der Folge war er freischaffend in Berlin tätig und hatte eine Atelierwohnung am Kollwitzplatz im Stadtbezirk Prenzlauer Berg. Er hatte erste Ausstellungen, verdiente seinen Lebensunterhalt aber zunächst mit Buchillustrationen. Ab Mitte der 1950er Jahre gehörte Metzkes der "Berliner Schule" an - einer Gruppe von Künstlern, die ihr Werk fernab der offiziellen DDR-Kulturpolitik schufen. Im Jahr 2007 erhielt er den Berliner Hannah-Höch-Preis und wurde damit für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
