Fördermittelaffäre
Berlins Kultursenatorin Wedl-Wilson tritt zurück

Berlins Kultursenatorin Wedl-Wilson hat ihren Rücktritt angekündigt. Sie habe den Regierenden Bürgermeister Wegner um ihre Entlassung gebeten, teilte die parteilose Politikerin mit. Wedl-Wilson, die seit Mai 2025 Senatorin ist, war wegen der Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus unter Druck geraten.

    Berlins Kultursenatorin Wedl-Wilson steht vor Mikrofonen und liest eine Erklärung ab.
    Berlins Kultursenatorin Wedl-Wilson (Soeren Stache / dpa / Soeren Stache)
    In einem gestern veröffentlichten Rechnungshofbericht wurden schwere Rechtsverstöße und Versäumnisse moniert. Regeln seien nicht eingehalten, die Auswahl der Projekte sei willkürlich getroffen worden. Für potenzielle andere Bewerber habe keine Chancengleichheit bestanden. 
    Es ging um 13 Projekte in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro. Sie standen auf einer Liste, für die sich vor allem die Berliner CDU-Fraktion starkgemacht hatte.
    Nach dem Massaker der Hamas in Israel im Oktober 2023 hatte die CDU-SPD-Koalition in der Hauptstadt Fördergelder aufgestockt, um Antisemitismus stärker entgegenzutreten.
    Diese Nachricht wurde am 24.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.