
In erster Instanz war Sarkozy wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Sarkozys Mitarbeiter in seinem Auftrag mit der libyschen Staatsführung verhandelten, um Geld für seinen Präsidentschaftswahlkampf 2007 zu erhalten. Der konservative Politiker war im vergangenen Herbst als erster Ex-Präsident der Französischen Republik inhaftiert worden, konnte das Gefängnis aber nach drei Wochen unter Auflagen verlassen.
Sarkozy hatte in dem Verfahren stets seine Unschuld beteuert. Der Berufungsprozess in Paris läuft bis zum 3. Juni. Ein Urteilsspruch wird erst später erwartet.
Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
