
Das Urteil soll am 30. November verkündet werden. Sarkozy beteuerte im Pariser Justizpalast erneut seine Unschuld. Seine Verteidigung forderte einen Freispruch. Die Vorwürfe, Sarkozy habe Wahlkampfgelder aus Libyen erhalten und im Gegenzug diplomatische Gefälligkeiten in Aussicht gestellt, seien grotesk, betonten die Anwälte. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer sieben Jahre Haft gefordert - unter anderem wegen Korruption, illegaler Wahlkampffinanzierung und der Bildung einer kriminellen Vereinigung.
In erster Instanz war Sarkozy im September 2025 wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Nach drei Wochen im Gefängnis wurde er vorzeitig entlassen, als ein Berufungsgericht einer Haftverschonung zustimmte.
Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
