Pressefreiheit in den USA
Besorgnis nach FBI-Hausdurchsuchung bei "Washington Post"-Reporterin Natanson

Der Autorenverband PEN Amerika hat sich besorgt über die Razzia der US-Bundespolizei FBI in der Wohnung einer "Washington Post"-Reporterin geäußert.

    Außenansicht eines Gebäudes mit dem Schriftzug "The Washington Post"
    Die Wohnung einer Washington-Post-Reporterin wurde vom FBI durchsucht (Archivbild). (picture alliance / AP Images / Pablo Martinez Monsivais)
    Die Durchsuchung lasse einen zunehmenden Angriff auf unabhängige Berichterstattung erkennen und untergrabe die Verfassung, sagte der Programmleiter Journalismus, Richardson. Hier gehe es wohl um Einschüchterung. Der Wissenschaftler und Jurist, Jameel Jaffer, von der Columbia Universität, meinte, Razzien bei Journalisten seien sehr ungewöhnlich. Er erinnere sich nicht daran, wann so etwas zuletzt vorgekommen sei. Das Vorgehen könne nicht anders als abschreckend auf Journalisten wirken.
    Das FBI hatte gestern nach Angaben der Washington Post Telefon und Laptops seiner Reporterin Hannah Natanson beschlagnahmt. Die Beamten hätten Natanson darüber informiert, dass es um die Entwendung geheimer Unterlagen gehe, sie selbst aber nicht Zielperson der Ermittlungen sei. - Natanson hatte zuletzt intensiv über Entlassungen von Regierungsmitarbeitern unter Präsident Trump berichtet.
    Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.