EU-Kommission
Besorgnis über Berichte, wonach Ungarn Russland über EU-Ratssitzungen informiert

Die EU-Kommission zeigt sich besorgt über Berichte, wonach Ungarn immer wieder Informationen über EU-Ratssitzungen an Russland weitergibt.

    Belgien, Brüssel: Viktor Orban, Premierminister von Ungarn, trifft zu einem außerordentlichen Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel ein.
    Orbans Mitarbeiter sollen Russland detailliert über EU-Ratssitzungen informieren (Archivbild). (Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa)
    Ein Sprecher sagte in Brüssel, man erwarte eine Klarstellung der ungarischen Regierung. Der polnische Ministerpräsident Tusk erklärte, die Nachricht, dass Orbans Leute Moskau über EU-Ratssitzungen bis ins Detail informiere, sollte niemanden überraschen. Er vermute dies schon lange, schrieb er auf der Plattform X. Der ungarische Außenminister Szijjarto bezeichnete Tusks Aussagen als "Fake News".
    Die "Washington Post" hatte am Wochenende berichtet, dass Szijjarto während der Pausen bei EU-Treffen regelmäßig seinem russischen Amtskollegen Lawrow Bericht erstatte. Das Blatt berief sich auf einen europäischen Sicherheitsbeamten.
    Diese Nachricht wurde am 23.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.