LongCovid und ME/CFS
Bessere medizinische und soziale Versorgung bei chronischen Erschöpfungssyndromen angemahnt

Patientenvertreter haben mit Blick auf chronische Erschöpfungssyndrome dazu aufgerufen, rasch Verbesserungen in der medizinischen und sozialen Versorgung umzusetzen.

    Ein Mann sitzt vor einem Computer und einem Laptop an einem Schreibtisch vor. Wir sehen ihn von oben. Er hält seine Hand gegen seine Stirn.
    Viele Menschen leiden unter Erschöpfungssymptomen. (Imago | Westend61)
    Das sei für die Erkrankten "dringend notwendig", sagte die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS, Müller, der Rheinischen Post. Zudem forderte sie eine umfassende Aufklärungskampagne. Bei ME/CFS handelt es sich dem Verband zufolge um eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die zu starker körperlicher Behinderung führen kann. Ein Viertel der Erkrankten könne das Haus nicht mehr verlassen, viele seien bettlägerig, fast zwei Drittel arbeitsunfähig. Weltweit betreffe es geschätzt mehr als 40 Millionen Menschen, in Deutschland etwa 650.000.
    Müller lobte die Bemühungen der Bundesregierung, warb aber zugleich dafür, Fördermittel zielgerichtet einzusetzen. Dazu sei es unerlässlich, die Betroffenenperspektive einzubeziehen. Die Ministerinnen Warken und Bär stellten heute die "Allianz für postinfektiöse Erkrankungen: Long COVID und ME/CFS" vor. Ziel ist es, Forschung, Versorgung und Politik enger zu vernetzen.
    Diese Nachricht wurde am 19.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.