
Für die Untersuchung hat der WWF den Bestand der Schmetterlinge in ihrem Winterquartier im mexikanischen Hochland untersucht. In der aktuellen Saison registrierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler insgesamt neun Kolonien der Tiere, die zusammen eine Waldfläche von knapp drei Hektar umfassten. Das entspricht einem Anstieg von 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Lage der Falter bleibt "fragil"
Die Daten stammen aus einer Bestandsaufnahme, die der WWF Mexiko gemeinsam mit Partnerorganisationen seit 1993 jährlich erhebt. Ein Sprecher des WWF sagte, man freue sich, dass die Monarchfalter dieses Jahr wieder deutlich zahlreicher in Mexiko angekommen seien. Es sei die zweite Saison in Folge, in der man einen Anstieg registrieren könne.
Trotzdem bleibe die Lage der Falter "fragil". Ihre Zahl liege im historischen Vergleich deutlich unter den Höchstständen der 1990er Jahre. An der Bedrohung des Monarchfalters habe sich wenig geändert.
Beeindruckendes Naturschauspiel
Die jährliche Migration der Monarchfalter gehört zu den beeindruckendsten Naturschauspielen der Erde. Jeden Herbst machen sich Millionen der Schmetterlinge aus Kanada und den USA auf den Weg nach Süden, um der Winterkälte zu entgehen. Auf ihrer Reise legen sie teilweise mehr als 4.000 Kilometer zurück.
Da die Tiere nur wenige Wochen leben, braucht es mehrere Generationen, bis die Population die gesamte Strecke bewältigt. In den Wäldern Zentralmexikos sammeln sich die Falter schließlich in dichten Kolonien, die ganze Baumkronen bedecken und Äste unter ihrem Gewicht biegen lassen.
Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
