
Laut Polizei und Staatsanwaltschaft wurde die Frau bedroht und ihr Büro in Brand gesetzt. Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude. Vier Personen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik. Die Notfallseelsorge wurde eingeschaltet. Die Polizei nahm einen 35-jährigen Verdächtigen fest. Hintergrund der Tat ist möglicherweise ein Fall von Kindeswohlgefährdung, wie Brandenburgs Innenminister Redmann, CDU, im RBB erklärte. Er kündigte an, die Sicherheit in Jugendämtern zu erhöhen. Geprüft würden etwa Terminvergaben anstelle des offenen Publikumsverkehrs. Der Fall erinnere an die Tat im niedersächsischen Stade Ende Juni, bei der sechs Beschäftigte eines Jugendamtes und einer Mutter-Kind-Einrichtung getötet wurden.
Brandenburgs Sozialminister Wilke erklärte, der ungeheuerliche Vorgang in Finsterwalde sollte alle zutiefst beunruhigen. Aggressionen gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst hätten in den vergangenen Jahren zugenommen, führte der SPD-Politiker aus. Wenn Bürger unhöflich, unverschämt, verbal verletzend oder bedrohend aufträten, hinterlasse das bei den Beschäftigten Spuren. Alle sollten jetzt einmal innehalten.
Diese Nachricht wurde am 17.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
