Nukleare Entsorgung
Betreiber stellt Antrag: Gorleben soll weitere 20 Jahre als Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll dienen

Die 113 Castor-Behälter mit hoch radioaktiven Atommüll könnten länger als gedacht im oberirdischen Zwischenlager Gorleben verbleiben.

    Eine Person läuft durch eine Halle, in der reihenweise tonnenförmige Behälter in beige und rot stehen, die Atommüll beinhalten.
    Gorleben soll weitere 20 Jahre als Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll dienen. (picture alliance / dpa / Sina Schuldt)
    Die Gesellschaft für Zwischenlagerung kündigte an, Ende des Monats einen Antrag auf Verlängerung um weitere 20 Jahre beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung zu stellen. Die aktuelle Genehmigung für den Standort im Wendland war auf 40 Jahre befristet und endet 2034. Ein Standort für ein Endlager dürfte aber erst Mitte dieses Jahrhunderts feststehen.
    Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg sieht in dem Genehmigungsantrag für Gorleben eine Blaupause für alle weiteren Atommülllager. Sie kündigte für morgen in Berlin Proteste an.
    Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.