Nukleare Entsorgung
Betreiber stellt Antrag: Gorleben soll weitere 20 Jahre als Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll dienen

113 Castor-Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll werden voraussichtlich länger als zunächst geplant im Zwischenlager Gorleben verbleiben. Die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung stellte nach eigenen Angaben heute einen Antrag auf eine Verlängerung der Lagerung für bis zu 20 Jahre.

    Eine Person läuft durch eine Halle, in der reihenweise tonnenförmige Behälter in beige und rot stehen, die Atommüll beinhalten.
    Gorleben soll weitere 20 Jahre als Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll dienen. (picture alliance / dpa / Sina Schuldt)
    Die Entscheidung obliegt dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung. Die aktuelle Genehmigung für den Standort im Wendland war auf 40 Jahre befristet und endet 2034. Ein Standort für ein Endlager dürfte aber erst Mitte dieses Jahrhunderts feststehen. Die in Gorleben lagernden Castorbehälter beinhalten verbrauchte Brennstäbe aus Atomkraftwerken und Rückstände aus der Wiederaufarbeitung.
    Die Castoren waren - begleitet von Protesten - zwischen 1995 und 2011 in das Zwischenlager gebracht worden. Gorleben ist eines von mehreren Zwischenlagern für Atommüll in Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 29.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.