Nordrhein-Westfalen
Betrugsverdacht: Durchsuchung bei dauerkranker Lehrerin

Im Ruhrgebiet haben Ermittler die Wohnung einer Lehrerin durchsucht, die 16 Jahre lang krankgeschrieben war und im Verdacht steht, ihre Dienstunfähigkeit vorgetäuscht zu haben.

    Nahaufnahme eines eingeschalteten Blaulichts auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. Dahinter unscharf ein weiteres.
    Durchuchung bei einer Ex-Lehrerin - hier ein Symbolbild. Aktuelles Bildmaterial zu der Meldung liegt nicht vor. (Daniel Karmann/dpa)
    Die Staatsanwaltschaft Duisburg erklärte, es seien Unterlagen und elektronische Datenträger sichergestellt worden, die nun ausgewertet würden. Gegen die Frau wird wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges ermittelt.
    Der Fall der Lehrerin an einem Berufskolleg in Wesel hatte im vergangenen Jahr bundesweit Schlagzeilen gemacht und auch die Landespolitik beschäftigt. Die Frau hatte seit 2009 keinen Dienst mehr geleistet und sich immer wieder krankschreiben lassen. Gleichzeitig soll sie als Heilpraktikerin gearbeitet haben. Das Land hatte nicht eingegriffen und keine amtsärztliche Untersuchung eingefordert. Deshalb gibt es auch Ermittlungen gegen einen Mitarbeiter der zuständigen Bezirksregierung Düsseldorf.
    Diese Nachricht wurde am 27.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.