
Die Richter befanden den 71-Jährigen der vorsätzlichen Körperverletzung in sieben Fällen sowie der fahrlässigen Körperverletzung für schuldig. Winterhoff hatte Kindern und Jugendlichen das ruhigstellende Medikament Pipamperon zur Dauerbehandlung verordnet. Bei vielen der jungen Patienten traten Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Bewegungssteifheit und Gewichtszunahmen auf. Dem Gericht zufolge wollte Winterhoff - anders als von der Anklage angenommen - seinen Patienten nicht schaden, sondern handelte in "heilender Absicht". Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von fast vier Jahren gefordert.
Diese Nachricht wurde am 04.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
