Washington
Bewaffneter Zwischenfall bei Dinner der White-House-Korrespondenten mit Präsident Trump - Täter wurde gefasst

Der Angriff auf das Dinner ⁠der White-House-Korrespondenten in Washington hatte nach Ansicht der Ermittler Mitglieder der US-Regierung und Präsident Trump zum Ziel. Der amtierende Justizminister Blanche sagte vor der Presse, man gehe von einem Einzeltäter aus. Ein bewaffneter Mann ‌hatte versucht, in das Dinner einzudringen, und dabei auf einen Agenten des Secret Service geschossen. Der Täter wurde gefasst.

    Mehrere Personen verstecken sich hinter einem Tisch und werden von zwei bewaffneten Sicherheitsbeamten abgeschirmt.
    Bewaffneter Zwischenfall beim Dinner der White-House-Korrespondenten: US-Präsident Trump und First Lady Melania mussten in Sicherheit gebracht werden. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Mark Schiefelbein)
    Es handelt sich den Behörden zufolge um einen 31-jährigen Mann aus Kalifornien. Die Bundespolizei FBI durchsuchte nach eigenen Angaben sein Haus in einem Vorort von Los Angeles. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von einem Einzeltäter aus. Blanche zufolge trug er bei dem Angriff mehrere Waffen und Messer bei sich, die er teilweise im vergangenen Jahr erworben hatte. Er sei zuvor Gast des Hotels gewesen, in dem er den Angriff durchführte. Zum Motiv des Mannes machten die Behörden bisher keine Angaben. Er soll am Montag einem Bundesgericht vorgeführt werden.
    Die Schüsse waren in einem Kontrollbereich der Veranstaltung gefallen, kurz bevor Trump das Wort ergreifen sollte. ​Der Secret-Service-Agent blieb dank seiner Schutzausrüstung unverletzt. Danach brach im Festsaal des Hotels kurz Panik aus. Viele der 2600 Gäste suchten Schutz unter den Tischen, während Secret-Service-Beamte in Kampfausrüstung in den Raum stürmten. Trump und First Lady Melania wurden ebenso wie Vizepräsident Vance in Sicherheit gebracht.

    Merz verurteilt den Angriff

    Bundeskanzler Merz hat den Angriff verurteilt. Gewalt habe keinen Platz in einer Demokratie, erklärte Merz auf der Plattform X. Man entscheide mit Mehrheiten, nicht mit der Waffe. Ähnlich äußerten sich Staats- und Regierungschefs aus Israel, Italien, Spanien und Großbritannien, sowie Vertreterinnen und Vertreter der EU. 
    Trump schrieb ⁠nach ⁠dem Vorfall auf seiner Plattform ‌Truth Social, er selbst, die First Lady, der Vizepräsident und alle Kabinettsmitglieder seien wohlauf. Der Präsident bedankte sich ausdrücklich bei den Sicherheitskräften. Auf Trump war im Juli 2024 während des Wahlkampfes für seine zweite Amtszeit ein Attentat verübt worden. Bei einem Auftritt in Pennsylvania verletzte ihn ein Schuss am Ohr.
    Diese Nachricht wurde am 27.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.