Metastudie
Bewegung könnte bei vielen psychischen Krankheiten helfen

Bewegung sollte zur Therapie für Menschen mit psychischen Erkrankungen dazugehören - dieses Fazit zieht das Team einer Überblicksstudie zu dem Thema.

    Eine Joggerin nutzt die Morgenstunden zu einem Lauf durch eine Kastanienallee.
    Bewegung tut nicht nur dem Körper gut. (picture alliance / dpa / Roberto Pfeil)
    Die Forschenden haben Daten von mehr als 10.000 Menschen mit Depressionen, Schizophrenie oder bipolarer Störung neu ausgewertet.
    Das ergab: Diese Patientinnen und Patienten gehören zu den am wenigsten körperlich aktiven Personen der Gesellschaft. Sie sitzen im Schnitt auch deutlich länger als Vergleichsgruppen. Der Bewegungsmangel ist laut den Forschenden ein typisches Symptom von psychischen Erkrankungen, aber dadurch entsteht ein Teufelskreis: Betroffenen bekommen eher Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem kann die fehlende Bewegung psychiatrische Symptome verstärken, unter anderem weil dadurch mehr Entzündungen im Gehirn entstehen und Hirnprozesse gestört sind, die mit Motivation und guter Stimmung zu tun haben. Wenn man sich wieder mehr bewegt, kann man diese Prozesse aber umkehren.
    Diese Nachricht wurde am 07.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.