Interview
Biden entschuldigt sich für Formulierung über Trump

US-Präsident Biden hat sich nach dem Attentat auf den inzwischen zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gekürten Donald Trump in einem Interview für eine frühere Äußerung über seinen Herausforderer entschuldigt. Der 81-Jährige betonte zudem, dass er an seiner Kandidatur festhalte.

    US-Präsident Joe Biden sitzt an einem Schreibtisch im Weißen Haus und spricht in eine Kamera.
    US-Präsident Joe Biden wendet sich nach dem Attentat auf Donald Trump in einer TV-Ansprache an die Nation. (AFP / ERIN SCHAFF)
    Es sei ein Fehler gewesen, zu sagen, er wolle Trump ins Visier nehmen, erklärte Biden im Interview des Fernsehsenders NBC. Gleichzeitig warf er seinem politischen Kontrahenten Donald Trump zündelnde Rhetorik vor. Biden bezog sich damit auf Trumps Drohung mit einem "Blutbad", sollte er bei der Präsidentschaftswahl im November unterliegen. Unmittelbar nach dem Attentat am Wochenende hatte Trumps Vizekandidat für die Präsidentschaftswahl, Vance, Biden persönlich für die Attacke verantwortlich gemacht.

    Biden zu Kandidatur: "Bin nur drei Jahre älter als Trump"

    Biden betonte, er halte weiter daran fest, Präsidentschaftskandidat der Demokraten werden zu wollen. Auf die Frage, ob sich an seinen Plänen in den vergangenen Tagen etwas geändert habe, antwortete der 81-Jährige im NBC-Interview mit einem entschiedenen "Nein". Biden ergänzte: "Ich bin alt, aber nur drei Jahre älter als Trump." Seine geistige Schärfe sei "verdammt gut". Er habe in dreieinhalb Jahren "mehr geschafft als jeder andere Präsident in einer langen, langen Zeit". 
    Diese Nachricht wurde am 16.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.