
Dabei sparten beide nicht mit persönlichen Angriffen. Biden warf Trump vor, zu lügen und zu übertreiben und nannte diesen einen "Verlierer". Trump beschuldigte Biden, der schlechteste Präsident aller Zeiten zu sein. Er sei für eine Verbrechenswelle durch Einwanderer verantwortlich, weil er die Grenze zu Mexiko zu wenig abgesichert habe. Hart ging Trump auch mit Bidens Entscheidungen rund um den überstürzten US-Truppenabzug aus Afghanistan 2021 ins Gericht, wo seitdem die Taliban wieder an der Macht sind.
Viele persönlich Angriffe
Trump versprach zudem, im Falle eines Wahlsiegs den Krieg in der Ukraine zu beenden noch bevor er vereidigt werde. Biden seinerseits sicherte eine Rückkehr zum landesweiten Recht auf Abtreibung zu, sollte er eine zweite Amtszeit antreten. Zudem warf er Trump vor, in dessen Zeit als US-Präsident nichts gegen Klimawandel unternommen zu haben.
Kritik an Bidens Auftreten
Einer Umfrage des Fernsehsenders CNN zufolge sahen 67 Prozent der Zuschauer Trump als Gewinner des Duells. Nach Einschätzung vieler Beobachter wirkte Biden zu Beginn der Debatte überfordert und verunsichert. Er habe oft gestottert und sich versprochen. Gegen Ende hin sei er stärker und bestimmter aufgetreten. Auch aus den Reihen von Bidens Demokraten kamen frustrierte Reaktionen auf den Auftritt des Präsidenten. So sprach Bidens frühere Kommunikationsdirektorin Kate Bedingfield von einer "wirklich enttäuschenden" Leistung des 81-Jährigen.
Es war das erste direkte Aufeinandertreffen beider Politiker seit Oktober 2020. Eine zweite Debatte ist für September geplant. Die Wahl findet am 5. November statt.
Diese Nachricht wurde am 28.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.