Gazakrieg
Biden verurteilt antisemitische Proteste an US-Unis und ruft zugleich zu Empathie mit Palästinensern auf

Angesichts der Proteste an amerikanischen Universitäten gegen den Gaza-Krieg hat US-Präsident Biden vor Antisemitismus gewarnt, aber auch zu Empathie mit den Palästinensern aufgerufen.

24.04.2024
    Auf einem Rasen liegen Plakate, Demonstranten haben Zelte aufgestellt.
    Auf dem Campus der Columbia University in New York fordern Demonstranten Solidarität mit den Palästinensern im Gazasteifen. (AFP / CHARLY TRIBALLEAU)
    Biden sagte, er verurteile die antisemitischen Proteste. Er verurteile aber auch diejenigen, die nicht verstünden, was mit den Palästinensern los sei.
    Seit Tagen wachsen an US-amerikanischen Hochschulen die Spannungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt. Bei einer pro-palästinensischen Demonstration an der Yale University in New Haven, Connecticut, wurden zahlreiche Menschen festgenommen, die Straßen blockiert hatten. Die Demonstranten forderten von der Hochschulleitung, Verbindungen zu Unternehmen zu kappen, die Kontakte zu Israel pflegen.
    Ähnliche Proteste und Festnahmen hatte es vergangene Woche bereits an der Columbia University in New York gegeben. Dort wurde die Lehre auf Online-Betrieb umgestellt, um weitere Konfrontationen zu vermeiden. Hochschulpräsidentin Shafik kritisierte in einem offenen Brief "einschüchterndes und belästigendes Verhalten" auf dem Campus.
    Diese Nachricht wurde am 23.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.