Dlf-Interview
Bildungsexperte Köller: EU-Empfehlungen zu Social Media für Kinder können Risiko begrenzen

Der Erziehungswissenschaftler Olaf Köller, Co-Vorsitzender einer Expertenkommission der Bundesregierung, hat sich zufrieden über die EU-Empfehlungen zur Beschränkung Sozialer Medien für Kinder geäußert. Vor allem begrüße er, dass ein altersgestuftes Vorgehen gewählt worden sei.

    Jungen schauen zusammen auf ein Smartphone während sie auf den Treppen eines Schulgebäudes sitzen.
    Die EU empfiehlt, den Zugang von Kindern zu sozialen Medien zu begrenzen. (Getty Images / Maskot / Maskot)
    Köller sagte im Deutschlandfunk, das berücksichtige, dass Kinder unterschiedlichen Alters auch einen unterschiedlichen Anspruch auf Nutzung von Social Media hätten.
    Die EU-Experten sprachen sich grundsätzlich dafür aus, den Zugang für Kinder unter 13 Jahren in allen EU-Mitgliedsländern zu beschränken, aber unter Aufsicht der Eltern oder in einem pädagogischen Kontext zu ermöglichen. Köller verwies in diesem Zusammenhang auf das Erziehungsprivileg der Eltern. Auch in den Empfehlungen der deutschen Experten-Kommission habe es bereits ähnliche Vorschläge gegeben, vorausgesetzt die Plattformen könnten technisch den Kinder- und Jugendschutz sicherstellen.
    Köller warb zugleich für nationale Kampagnen zur Förderung der Medienkompetenz von Eltern und älteren Geschwistern. So solle der Gefahr begegnet werden, dass Kinder die Altersprüfung mit Hilfe von Familienmitgliedern umgehen.
    Diese Nachricht wurde am 13.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.