Anne-Frank-Tag
Bildungsstätte beklagt Zunahme antisemitischer Beiträge in Sozialen Medien

Die Bildungsstätte Anne Frank beklagt eine Zunahme antisemitischer Beiträge in Sozialen Medien.

    Deborah Schnabel steht am Eingang zu einem Ausstellungsraum, im Hintergrund ist ein Porträt von Anne Frank zu sehen.
    Deborah Schnabel, Direktorin der Bildungsstätte Anne Frank (picture alliance / epd-bild / Tim Wegner)
    Die Direktorin der Bildungsstätte, Schnabel, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur, es sei nicht ansatzweise erforscht, wie sich Posts, die den Holocaust verharmlosten, auf das Geschichtsbild junger Menschen auswirkten. Schlussstrich-Rhetorik und offen geschichts-revisionistische Positionen seien etwa auch bei Instagram auf dem Vormarsch. Antisemitismus sei für fast alle Ideologien anschlussfähig. Sowohl rechtsextreme als auch islamistische und linke Gruppen agierten antisemitsch. Deren Codes und Narrative seien inzwischen in der sogenannten Mitte der Gesellschaft fest verankert.
    Schnabel äußerte sich anlässlich des heutigen deutschlandweiten Anne-Frank-Tags. Rund 126.000 Schüler und Schülerinnen beteiligen sich an dem Aktionstag gegen Antisemitismus.
    Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.