
Es gebe immer weniger Zeitzeugen, die vom Völkermord an den Juden berichten könnten, sagte Mendel im Deutschlandfunk. Zudem nähmen rechtsextremistisch und antisemitisch motivierte Anschläge auf die Gedenkstätten zu. Seit dem Überfall der Hamas auf Israel im Oktober 2023 habe man es auch mit Vorfällen zu tun, die einen propalästinensischen Hintergrund hätten. Erschreckend sei aber, dass oft junge Menschen wenig von der NS-Vergangenheit Deutschlands wüssten. Dies liege unter anderem auch an den sozialen Medien. Die Schülerinnen und Schüler konsumierten darin Inhalte, die auf Verschwörungsmythen basierten und die Geschichte verzerrten. Den digitalen Raum dürfe man daher unter keinen Umständen rechtsextremen Gruppen überlassen, erklärte Mendel.
An diesem Wochenende finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen vor 81 Jahren statt.
Diese Nachricht wurde am 18.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
