
Der Vorstandsvorsitzende von Yad Vashem, Dayan, sagte, da man sich immer weiter von der Ära der Zeitzeugenberichte entferne, sei eine historisch fundierte Holocaust-Bildung wichtiger denn je. Die Wahl Münchens, der Geburtsstätte der NSDAP, habe eine tiefe symbolische Bedeutung und spiegele wider, wie wichtig es sei, sich dieser Geschichte dort zu stellen, wo sie ihren Anfang genommen habe.
Die Idee für eine Zweigstelle in Deutschland geht auf ein Treffen Dayans mit dem damaligen Bundeskanzler Scholz im Jahr 2023 zurück. Als mögliche Standorte für die Einrichtung hatten weitere Städte in Bayern sowie in Nordrhein-Westfalen und Sachsen zur Auswahl gestanden. Unter dem NS-Regime waren schätzungsweise sechs Millionen Jüdinnen und Juden ermordet worden.
Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
