US-Untersuchungsausschuss
Bill Gates bestreitet Verwicklung in Verbrechen von Sexualstraftäter Epstein

Der US-Unternehmer Bill Gates hat eine Verwicklung in die Verbrechen des verstorbenen US-Sexualstraftäters Epstein bestritten.

    Microsoft-Gründer Bill Gates
    Microsoft-Gründer Bill Gates hat vor dem US-Untersuchungsausschuss Verwicklungen in die Verbrechen von Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bestritten (Archivbild). (picture alliance / Newscom / Shannon Stapleton)
    Vor dem Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses in Washington sagte der Microsoft-Mitgründer, er habe bei seinen Treffen mit Epstein nie kriminelles Verhalten beobachtet. Er habe zwar von dessen juristischen Problemen gewusst, aber das Ausmaß der Missbrauchsfälle damals nicht begriffen.
    Der Untersuchungsausschuss hatte Gates vorgeladen, weil der Name des Milliardärs in den zuletzt vom US-Justizministerium veröffentlichten Epstein-Akten mehrmals auftaucht. Demnach bestand zwischen Gates und dem Finanzinvestor zwischen 2011 und 2014 ein regelmäßiger Kontakt, obwohl Epstein bereits 2008 erstmals verurteilt wurde. Laut Gates nutzte Epstein Informationen über seine außereheliche Affären, um ihn dazu zu zwingen, mit ihm zusammenzuarbeiten.
    Epstein war im Jahr 2019 wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von und Handels mit Minderjährigen zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Einen Monat später wurde er tot in seiner Gefängniszelle gefunden.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.