
Betroffen sind die Produktionsstätten im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein, im hessischen Marburg, in Singapur sowie vom übernommenen Konkurrenten Curevac in Tübingen. Der Betrieb werde bis Ende 2027 eingestellt, teilte Biontech mit. Bis zu 1.860 Stellen könnten wegfallen. Das Mainzer Unternehmen begründete die Einschnitte mit einer zu geringen Auslastung sowie Überkapazitäten.
Biontech will nach eigenen Angaben durch die Standortschließungen jährlich rund 500 Millionen Euro einsparen. Die Mittel sollten stattdessen für die Forschung an Medikamenten gegen Krebs eingesetzt werden. Biontech hatte das vergangene Jahr mit einem Milliardenverlust abgeschlossen, was vor allem auf geringere Umsätze mit Corona-Impfstoffen zurückzuführen ist.
Im März war bekannt geworden, dass die Unternehmensgründer Sahin und Türeci Biontech verlassen. Sie wollen eine neue Firma gründen, um sich vorrangig der Forschung zu widmen.
Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
