"Antikapitalistische Propaganda"
Birthler verteidigt Kritik von DDR-Bürgerrechtlern an Wagenknecht-Partei BSW

DDR-Bürgerrechtlerin Marianne Birthler hat die zusammen mit anderen geäußerte Kritik am Bündnis Sahra Wagenknecht bekräftigt.

    Marianne Birthler bei einer Pressekonferenz im Jahr 2021
    Marianne Birthler, die frühere Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen. (Archivbild) (imago images / photothek / Felix Zahn )
    Die Positionen des BSW zur Ukraine klängen, als seien sie von der russischen Führung diktiert, sagte sie dem Tagesspiegel. Wagenknecht verbreite die Legende, dass Russland gegen "Faschismus" in der Ukraine kämpfe. Das sei Kreml-Propaganda. Außenpolitisch und migrationspolitisch seien sich BSW und AfD sehr nahe, führte die Ex-Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen aus. Zudem betonte sie, schon bei Hitler habe es die Feindseligkeit gegenüber dem Westen gegeben, insbesondere gegen Amerika. Die DDR habe das fortgesetzt, und nun finde sich die antikapitalistische Propaganda der DDR beim BSW wieder.
    Wagenknecht sagte der dpa, dieser Offene Brief sei kaum im Sinn der DDR-Bürgerrechtsbewegung. Viele hätten sich damals unter den Slogans "Frieden schaffen ohne Waffen" und "Schwerter zu Pflugscharen" für Diplomatie und ein Ende des Wettrüstens eingesetzt. - Mehr als 50 Mitglieder der Bürgerbewegung in der damaligen DDR haben den Brief gegen das BSW den Angaben zufolge unterzeichnet.
    Diese Nachricht wurde am 08.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.