Baden-Württemberg
Bis zu 30.000 Menschen betroffen: Weltkriegsbombe in Pforzheim wird entschärft

In Pforzheim müssen ab dem Morgen zehntausende Menschen für die Entschärfung einer Weltkriegsbombe ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

    Der Schriftzug "Kampfmittelräumdienst" ist an einem Einsatzfahrzeug angebracht.
    Kampfmittelräumdienst im Einsatz (Symbolbild) (dpa / Frank Molter)
    Nach Angaben der baden-württembergischen Großstadt sind bis zu 30.000 Menschen betroffen. Die Evakuierung müsse bis spätestens 8 Uhr erfolgt sein. Es werden Notunterkünfte bereitgestellt. Der SWR schreibt, es handele sich um eine der größten Maßnahmen der vergangenen Jahre deutschlandweit.
    Betroffen ist davon ein Teil der Innenstadt. Auch der Bahnverkehr in Richtung Karlsruhe und Stuttgart wird stark eingeschränkt. Der ÖPNV in Pforzheim fällt zum Teil aus. Die Autobahn hingegen ist nicht betroffen und kann befahren werden. Wie lange die Entschärfung dauern wird, kann die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben noch nicht sagen. Die Aktion könnte sich einem Sprecher zufolge bis in den Abend ziehen. 
    Die 1,8 Tonnen schwere Weltkriegsbombe wurde bei Bauarbeiten entdeckt. Pforzheim war im Februar 1945 bei einem britischen Angriff weitgehend zerstört worden. Rund 18.000 Menschen wurden getötet.
    Diese Nachricht wurde am 17.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.