Freitag, 19. April 2024

Bundesaufnahmeprogramm
Bislang 13 Einreisen über Programm für Menschen aus Afghanistan

Über das Aufnahmeprogramm der Bundesregierung für gefährdete Afghaninnen und Afghanen sind bislang 13 Menschen nach Deutschland gereist.

16.10.2023
    Mehrere Männer gehen neben einem Zaun einen Weg mit aufgestellten Geländern entlang.
    Ehemalige Ortskräfte aus Afghanistan bei der Ankunft in einer Flüchtlingsunterkunft des DRK. (picture alliance / dpa-Zentralbild / Patrick Pleul)
    Ein Sprecher des Innenministeriums begründete die niedrige Zahl mit komplexen Rahmenbedingungen. So hätten erst neue Strukturen geschaffen werden müssen, für die es in der Vergangenheit keine direkten Vorbilder gegeben habe. Demm Sprecher zufolge gibt es rund 600 positive Aufnahmeentscheidungen. Das Ministerium verwies zudem auf andere Einreiseprogramme. Bislang seien mehr als 30.000 besonders gefährderte Personen nach der Machtübernahme der Taliban in die Bundesrepublik gekommen.

    Kulturrat: Auch Kulturschaffende schneller aufnehmen

    Über das vor einem Jahr gestartete Programm sollte eigentlich die Aufnahme von 1.000 Personen pro Monat möglich sein. Es richtet sich an Afghanen, die wegen ihres Einsatzes für Frauen- und Menschenrechte oder ihrer früheren Arbeit eine Verfolgung durch die Taliban fürchten müssen.
    Auch der Deutsche Kulturrat kritisierte, dass das Programm zu schleppend umgesetzt wird und forderte vor allem die schnellere Aufnahme von Kulturschaffenden aus Afghanistan. Geschäftsführer Zimmermann appellierte an die humanitäre Verantwortung, die Deutschland nach dem Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan vor über zwei Jahren weiter übernehmen müsse. Er nannte das Programm "eine Art Nachsorge auch des deutschen Afghanistan-Einsatzes" und
    Diese Nachricht wurde am 16.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.