Ministerpräsident Sanchez hatte den Schritt am Montag angekündigt und erklärt, Demokratien müssten ihre Vergangenheit kennen, um eine freiere Zukunft zu gestalten.
Am 23. Februar 1981 - wenige Jahre nach dem Ende der Franco-Diktatur - hatten Mitglieder der Gendarmerie "Guardia Civil" das Parlament in Madrid gestürmt, um die gewählte konservative Regierung zu stürzen. Einen Tag später gaben sie auf, nachdem sich König Juan Carlos in einer Fernsehansprache energisch für die Demokratie ausgesprochen hatte. Aus den nun veröffentlichten Dokumenten geht unter anderem hervor, dass die Putschisten auch erwogen hatten, den Konig - Zitat - "zu neutralisieren".
Der Anführer der Putschisten, Antonio Tejero, war später zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Er starb am Tag der Freigabe der Dokumente im Alter von 93 Jahren, wie seine Anwälte bekanntgaben.
Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
