06. März 2023
Blick in die Zeitungen von morgen

Zur Kabinettsklausur in Meseberg schreibt die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg:

Kabinettklausur auf Schloss Meseberg: das Kabinett von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)
Kabinettklausur auf Schloss Meseberg: das Kabinett von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) (Imago)
"Die Koalition wollte ein Zeichen der Zuversicht senden. Geworden ist daraus eine Art Beschwörungsritual. Anstatt zu begründen, welches Regierungshandeln erfolgreich sein dürfte, wurde künftiger Erfolg schlicht behauptet."
Der NORDBAYERISCHE KURIER aus Bayreuth zeigt sich enttäuscht:
"Mit der Ampel-Koalition war die Hoffnung verbunden, dass gerade dann, wenn sehr unterschiedliche Partner aufeinandertreffen, auch mal komplett neu gedacht wird und unerwartet kreative Lösungen gefunden werden. Kreativ war die Ampel tatsächlich darin, die Schuldenbremse zu umgehen."
Die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg sieht es so:
"Das Grundproblem des Dreierbündnisses hat sich nicht verändert. Die FDP schleppt fünf verlorene Landtagswahlen als Ballast mit sich herum. Das Jahr 2023 könnte für die Liberalen noch desaströser werden."
Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz erwartet, dass Worten auch Taten folgen:
"Nun ist es an den Ressortchefinnen und -chefs, zügig die im Koalitionsvertrag oft zu vage formulierten Inhalte klarer zu ziehen und in den Haushaltsgesprächen mit angemessenen Mitteln auszustatten. Das Treffen im brandenburgischen Barockschloss muss dafür noch nicht alle Lösungen gebracht haben, das sei der Regierung zugestanden. Spätestens beim nächsten Koalitionsausschuss braucht es aber klare Beschlüsse."
Rund sechs Prozent der Jugendlichen in Deutschland sind einer Untersuchung zufolge ohne Schulabschluss. Die FRANKFURTER RUNDSCHAU nennt die anhaltend hohen Zahlen einen Skandal:
"Jetzt ist ja nicht so, dass gar nichts getan würde, um ausländische Kinder zu integrieren, um schulmüde Jugendliche doch noch zu einem Abschluss zu führen, um Schüler und Schülerinnen für die Arbeits- und Berufswelt zu interessieren. Wo also gehen all die jungen Leute verloren?"
Die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG aus Halle sieht folgende Versäumnisse:
"Die Schulen sind viel zu schlecht mit Lehrpersonal und Sozialarbeitern ausgestattet, als dass eine individuelle Förderung der Schwächsten wirklich möglich wäre. Es rächt sich, dass angesichts der gesunkenen Geburtenraten in Deutschland schon seit Jahren weniger in Lehrerausbildung und Schulen investiert wurde. Dann kamen die vielen Flüchtlinge, deren Kinder zur Schule gehen müssen und oft einen besonderen Förderbedarf haben. Auf diese Herausforderungen ist das Schulsystem nicht eingerichtet."
Die FRANKENPOST aus Hof resümiert:
"Wer sich an das System Schule nicht anpassen kann, kann auch von seinen Lehrern kaum Hilfe erwarten, denn der Lehrermangel sorgt für ausgepowerte und desillusionierte Lehrkräfte, die die Kinder nicht individuell fördern und betreuen können. Dabei gibt es nur eines, das wirkt: Förderung."