23. Juli 2023
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Zeitungen von morgen beschäftigen sich unter anderem mit den Waldbränden auf der griechischen Insel Rhodos.

Feuerwehrleute versuchen mit Schläuchen die Waldbrände auf der griechischen Insel Rhodos zu löschen.
Ein Thema in den Zeitungskommentaren sind die Waldbrände in Griechenland. (dpa / picture alliance / Lefty Damian)
Die TAGESZEITUNG stellt fest:
"Erstmals treffen die Auswirkungen der Klimakrise mit voller Wucht das Herz des griechischen Tourismus – mitten in der Hochsaison. Die Bilder von panikartig flüchtenden Urlaubern gehen um die Welt. Für die nach der Staatspleite 2010 chronisch krisengeschüttelten Griechen ist der stetig wachsende Tourismussektor mehr als der sprichwörtliche Strohhalm, an den sie sich klammern können."
"Vom Ferienparadies zur Hitzehölle", titelt die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf:
"Die Meteorologen erwarten in Griechenland einen Temperaturanstieg auf bis zu 46 Grad – lange unvorstellbar für eine der wichtigsten Urlaubsregionen Europas. Wenn es etwas Gutes an dieser Gluthitze gibt, dann ist es die Warnung vor möglicherweise noch gravierenderen Konsequenzen. Noch gibt es eine Chance."
Die SÜDWEST PRESSE aus Ulm bewertet die Forderung des hessischen CDU-Ministerpräsidenten Rhein nach bundesweiten Grenzkontrollen. Derartige Vorschläge basierten
"vor allem auf einer Erkenntnis. Nämlich der, dass die Migrationspolitik der letzten Jahrzehnte die Einwanderung weder steuern noch lenken noch begrenzen konnte."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG findet dagegen:
"Jeder Vorstoß, diese riesige Herausforderung anzugehen, sollte willkommen sein. Diese Maßnahme, die mit den Nachbarn abgestimmt sein muss, ändert nicht gleich etwas am Zustrom. Aber sie ist ein Schritt, um Kontrolle zurückzugewinnen."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG äußert sich zur Lage in Israel vor der entscheidenden Parlamentsabstimmung über das umstrittene Gesetz zum Umbau des Justizsystems:
"Nun aber verweigern Tausende Soldaten den Reservedienst, weil die Koalition die Axt angesetzt hat an den Fundamenten des Staats. Die Welle der Verweigerung ist inzwischen so groß, dass die Einsatzfähigkeit der Armee infrage steht. Ein Ausweg aus dieser existenziellen Krise ist nicht in Sicht."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU schreibt von dramatischen Tagen in Israel:
"Auf der einen Seite kämpfen jene, die das Land vor dem Abgleiten in einen autoritären Gottesstaat retten wollen. Auf der anderen Seite glauben viele Rechtswähler, es sei der historische Moment gekommen, um einer vermeintlich übermächtigen Justiz die Flügel zu stutzen."
Der TAGESSPIEGEL fragt:
"Welchen Weg schlägt der jüdische Staat ein? Den der Konfrontation zwischen Regierenden und Regierten? Oder einen versöhnlichen, den das Land so dringend braucht?"