
Dazu schreibt die AUGSBURGER ALLGEMEINE:
"Einen Staatsbesuch absagen zu müssen, weil ein altersschwacher Flieger nicht mehr will, ist für sich schon peinlich genug. Hätte die Ministerin für eine derart weite Strecke nicht eine modernere Maschine nehmen können?"
Die SCHWÄBISCHE ZEITUNG spricht von einem "Airbus-Desaster" und sieht ein viel tiefer liegendes Problem.
"Deutschland fährt seit Jahrzehnten seine aus den 60er- und 70er-Jahren stammende Infrastruktur konsequent und sehenden Auges auf Verschleiß, investiert zu wenig in Neubau, Instandhaltung und Instandsetzung von Schienen, Straßen und Wasserwegen."
Die ALLGEMEINE ZEITUNG aus Mainz widerspricht.
"Pannen bei Flugzeugen gehören ebenso wie Notfälle in der Luft zum fliegerischen Alltag. Mit den Missständen bei der Bundeswehr, bei der Bahn, im Straßen- und Brückenbau oder im Digitalen hat das nichts zu tun."
Das HANDELSBLATT betont, Baerbocks Reise habe ernste Hintergründe gehabt.
"Unser Wohlstand hängt direkt davon ab, dass Warenströme ungehindert von A nach B fließen können. Dazu gehört eine vernünftige Außenpolitik – mit vielen Reisen, auch nach Australien und Neuseeland."
Nun zur vierten Anklage gegen den früheren US-Präsidenten Trump.
"Der bevorstehende Prozess in Georgia könnte der gefährlichste für Trump werden",
urteilt die FRANKFURTER RUNDSCHAU.
"Wer den Schriftsatz von Bezirksstaatsanwältin Fani Willis liest, bekommt den Eindruck, dass sie als Erste die Struktur des Umsturzversuchs in die richtige juristische Form bringt: Sie behandelt Trump wie einen Mafiaboss und seine 18 Helfer wie kriminelle Komplizen."
Die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG schreibt:
"Der vielleicht größte Unterschied zu den bisherigen Verfahren ist: Der Prozess ist öffentlich. Es wird also Fernsehbilder geben. Erstmals kann sich Trump nicht als Triumphator inszenieren, sondern wird der Öffentlichkeit auf der Anklagebank als der gezeigt, der er ist: ein krimineller Politpate und Verbrecher."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG weist auf einen anderen Aspekt hin.
"Auch die Bezirksstaatsanwältin Fani Willis in Georgia ist eine Demokratin - so ist das in einem Land, in dem auch Staatsanwälte, oft nach teuren und heftigen Kampagnen, direkt gewählt werden. Für Trump ist es dadurch leicht, sie als Marionette Joe Bidens zu schmähen. Dabei geht hier gerade nicht 'Bidens' Bundesstaatsanwaltschaft gegen Trump vor, sondern die Justiz eines Bundesstaates, in die der Präsident nicht hineinregieren könnte."
