14. November 2023
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Gewerkschaft der Lokomotivführer ruft ihre Mitglieder zu einem 20-stündigen Warnstreik auf.

Züge am Bahnhof in Hamm stehen auf den Gleisen
Die Lokführer sollen warnstreiken. (IMAGO / Richard Wareham / IMAGO / Richard Wareham)
Dazu schreibt der WESER-KURIER aus Bremen:
"Dass der GDL-Vorsitzende Weselsky in seiner Tarifrunde mit aller Macht versuchen wird, den Abschluss der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft zu überbieten, war zu erwarten. Das Konkurrenzverhältnis der Gewerkschaften führt jetzt zu einer weiteren Eskalation. Die geht zulasten des Unternehmens, zulasten der Kunden und auf Kosten des Steuerzahlers."
ZEIT-ONLINE fragt:
"Muss das nun wirklich sein, sechs Monate nach dem jüngsten großen Streik bei der Bahn? Arbeitskämpfe sind wichtig – und ja, sie müssen auch gelegentlich Kunden nerven, um Druck aufzubauen. Aber irgendwann stellt sich die Frage, ob das alles verhältnismäßig ist."
Die Linksfraktion im Bundestag hat ihre Auflösung zum 6. Dezember beschlossen. Die NORDWEST-ZEITUNG begrüßt den Schritt:
"Ein Überrest des real existierenden Sozialismus verschwindet als Fraktion aus dem Bundestag. Hoffentlich für immer. Planwirtschaft und ökonomische Unfreiheit sind Markenkern. Man betet in der umbenannten SED den Staat an und sieht in ihm den großen Gleichmacher, der 'soziale Gerechtigkeit' herbeizuführen hat."
Die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG ist sich sicher:
"Die Partei wird es jetzt im Bundestag noch schwerer als bisher haben, um als kleinste Oppositionsgruppe neben CDU/CSU und AfD noch hörbar durchzudringen. Der Verlust des Fraktionsstatus ist auch ein Schritt in Richtung Bedeutungslosigkeit."
Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN rechnen damit, dass die Linke extreme Positionen einnehmen wird.
"Schon bisher gewann die Partei vor allem in akademischen Kreisen Stimmen hinzu, die auf Gender-Stern und Wokeness wert legen und Verständnis für Klimakleber haben. Diesen Weg wird die Partei aller Voraussicht nach konsequent weitergehen. Denn hier ist eine Lücke im Parteiensystem entstanden. Die neue Linke wird zu den Über-Grünen."
Das Schlusswort bekommt die TAZ:
"In der Migrations- und Klimapolitik hinterlassen SPD und Grüne eine immer größer werdende Lücke, während Wagenknecht diese Flanke aufgegeben hat, um sich AfD-Wählern anzubiedern. Die Linkspartei könnte diese Lücke füllen. Denn es bräuchte eine Opposition nicht nur gegen den sozialpolitischen Kahlschlag, sondern auch gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck, etwa gegen die Kriminalisierung undStigmatisierung von Seenotrettern, Klimaschützern, Migranten und anderen Minderheiten. In den nächsten zwei Jahren wird sich zeigen, ob in Deutschland noch Platz dafür ist."