21. Dezember 2023
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert wird unter anderem der Krieg in der Ukraine. Das Verteidigungsministerium in Kiew will bis zu 500.000 weitere Soldaten mobilisieren, auch aus dem Ausland.

Ein zerstörtes Fahrzeug steht vor einem zerstörten Gebäude in der Ukraine, es liegt Schnee.
Ein zerstörtes Fahrzeug in Bachmut (picture alliance / Anadolu / Marek M. Berezowski)
"Die Zahlen zeigen, wie ernst die Lage ist", meint die TAGESZEITUNG - TAZ.
"Die Verluste müssen ersetzt werden. Außerdem brauchen Soldaten, die seit zwei Jahren an der Front kämpfen, dringend eine Ablösung. Eine physisch und moralisch erschöpfte Armee erleidet noch größere Verluste. Trotz des moralischen Aspekts des Problems ist es unwahrscheinlich, dass die Ukraine in der Lage sein wird, einen effektiven Mechanismus zu entwickeln, um geflüchtete Männer zurück in ihr Land zu bringen."
Man müsse den neuen ukrainischen Verteidigungsminister verstehen, unterstreicht die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG.
"Das Land kämpft um seine Existenz, und ob es den Krieg gegen den russischen Aggressor 'gewinnen' kann, hängt nicht nur von Kiew ab. Die Ukraine hat Unterstützung bitter nötig, aber sie kämpft diesen Kampf selbst - und dafür braucht sie jeden. Deshalb ist es konsequent, dass alle, die der Wehrpflicht unterliegen, nun herangezogen werden sollen, um ihrem Land im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu dienen."
Der MÜNCHNER MERKUR hält fest:
"Während Russlands Präsident Putin die grausamen Bombardements wieder mit voller Wucht aufnimmt, um die erschöpfte Zivilbevölkerung von der Wärmeversorgung abzuschneiden, versuchen die Soldaten in ihren Gräben zunehmend verzweifelt die Front zu halten. Und die Verbündeten im Westen? Die haben jetzt vermeintlich Wichtigeres zu tun: In den USA ist Wahlkampf. Und die deutsche Ampelregierung ringt zur Freude Putins nur ums eigene Überleben."
Der Europäische Gerichtshof hat den Weg für die Gründung einer Super League grundsätzlich freigemacht. Dem europäischen Spitzenfußball stünden damit unruhige Zeiten bevor, prognostiziert die Magdeburger VOLKSSTIMME:
"Gerade hoch verschuldete Vereine wie der FC Barcelona oder Juventus Turin werden alles daransetzen, das Modell wiederzubeleben. Andere, die ebenfalls in finanziellen Nöten stecken, könnten sich anschließen. Darin besteht die Gefahr. Vielleicht hätte die UEFA den Befürwortern nicht gleich mit drastischen Strafen wie Punktabzug oder gar Ausschluss drohen sollen. Dieser Monopolstellung hat der EuGH eine deutliche Abfuhr erteilt."
ZEIT ONLINE schreibt:
"UEFA und FIFA verkaufen sich wie viele Sportverbände gern als gemeinnützige Institutionen. Europas Justiz teilt ihnen nun mit, was jeder seit Langem weiß: Ihr seid Wirtschaftsunternehmen, und so werdet ihr ab sofort auch behandelt. Nun tut die UEFA cool. Aber das Urteil wird auf Dauer Konsequenzen haben für den Fußball, seine Organisation, seine Wettbewerbe, seine Vermarktung."