08. März 2024
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Rede Joe Bidens zur Lage der Nation beschäftigt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, die den US-Präsidenten mit lobenden Worten bedenkt:

Das Foto zeigt die Gesichter von Joe Biden und Donald Trump.
Wahlkampf in den USA (AP)
"Man sah und hörte einen alten Kämpfer. Da war ein Präsident, der die USA gegen Angriffe von innen und außen schützen will. Dieser entschlossene Biden war nie weg, er hatte die drohende Gefahr immer wieder benannt. Nur zu sanft und zu selten. Zuletzt sah es manchmal so aus, als sei Trump kaum mehr zu verhindern mit seiner Wucht, frei von jeglichen Skrupeln. Doch Trump ist zu verhindern."
Auch die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG aus Halle zeigt sich zufrieden:
"Bidens Demokraten hofften, dass der Präsident die Sache unfallfrei hinter sich bringt. Die Republikaner wiederum freuten sich schon über mögliche neue Stolpereien Bidens. Biden aber leistete sich keine nennenswerte Panne. Er reagierte pointiert auf Zwischenrufe. Und statt defensiv zu bleiben, ging er mit ungeahnter Wucht zum Angriff über – und hielt die beste Rede seines Lebens. Dieser Präsident hat noch einiges vor."
Mit der Frage, "was gegen den Kandidaten Biden spricht", setzt sich das STRAUBINGER TAGBLATT auseinander:
"Im Gegensatz zu einem Lautsprecher wie Trump ist er ein schlechter Redner. Seine peinlichen Versprecher und Gedächtnislücken sorgen regelmäßig für Hohn und Spott bei seinen Gegnern. Denn freies Sprechen meidet der US-Präsident, wann immer es möglich ist. Doch wenn er wiedergewählt werden will, muss er vor Ort Wahlkampf machen."
Mehrere ehemalige Bundespolitiker haben rückblickend auf die Zeit der Corona-Pandemie eingeräumt, auch falsche Entscheidungen getroffen zu haben. Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) greift das auf und schreibt:
"Ausgangssperren, Maskenpflicht, Schulschließungen, Reiseverbote - für viele Deutsche ist das alles schon wieder weit weg. Vergessen aber darf man das nicht. Und die Politik muss endlich anfangen, das Zustandekommen der Corona-Entscheidungen, mit denen es vor vier Jahren losging, aufzuarbeiten."
Aus Sicht der NÜRNBERGER NACHRICHTEN war das meiste während der Pandemiephase ambivalent:
"Es war nicht klar, ob Entscheidungen richtig oder falsch waren. Offensichtlicher Unsinn - Polizeieinsatz beim Sitzen auf einer Parkbank etwa - wurde von uns Medien als solcher erkannt, andere Fehler wurden bereits während der Pandemie angesprochen. Wenn es künftig gelingt, mit kühler Analyse Lehren aus der Pandemie zu ziehen, entsteht daraus im Idealfall eine Art Drehbuch, wie man es besser machen kann."
Und die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg fragt:
"Hätte der Bundestag die Pandemie, genauer: die vielen verschiedenen Facetten ihrer Bekämpfung, aufarbeiten müssen? Ja, das hätte er. Wenn das einzige vom Volk direkt gewählte Verfassungsorgan nicht aufarbeitet, was damals schieflief und was nicht: Wer dann?"