09. April 2024
Blick in die Zeitungen von morgen

Viele Zeitungen kommentieren die heute vorgestellte Kriminalstatistik, wonach es 2023 mehr Gewalttaten gab und mehr tatverdächtige Ausländer.

Eine Person mit vermummtem Gesicht zerschlägt mit einem Baseballschläger eine Scheibe.
Thema in vielen Zeitungskommentaren: Die Zahl der Straftaten ist im vergangenen Jahr gestiegen - besonders unter Migranten und Jugendlichen. (imago images / Rolf Kremming / rolf kremming via www.imago-images.de)
Der MÜNCHNER MERKUR bemerkt:
"Die Kriminalstatistik untermauert in Zahlen das Störgefühl, das sich in den letzten Jahren bei vielen Bürgern eingestellt hat. Der bei der Integration der vielen jungen Männer überforderte Staat muss Migration stärker begrenzen, wenn er verhindern will, dass Zuwanderer ihre Verhaltensmuster aus Macho-Kulturen, vor denen sie ja eigentlich fliehen, bei uns ausleben."
"Nicht der Pass macht kriminell, sondern die Lebensbedingungen", meint ZEIT ONLINE:
"Was gegen Kriminalität wirkt, ist längst bekannt, aber mühselig: bessere Betreuung, Kenntnis der deutschen Sprache, Arbeit. Das alles gilt auch für deutsche Staatsbürger."
Ähnlich argumentiert DIE GLOCKE aus Oelde:
"Vielen Migranten fehlt die Perspektive, wenn noch nicht über ihren Asylantrag entschieden wurde oder wenn sie bereits abgelehnt wurden, aber weiter im Land bleiben. Hinzu kommen Traumata durch Fluchterfahrungen sowie fehlende Beschäftigung, wenn Geflüchtete in Massenunterkünften untergebracht sind und keiner Arbeit nachgehen können."
Die FREIE PRESSE aus Chemnitz geht auf den Anstieg der Jugendkriminalität ein und analysiert:
"Die neuen Zahlen zeigen, wie massiv sich die Corona-Pandemie bis heute auswirkt. Schulen blieben über Wochen geschlossen, Kinder konnten keine Gleichaltrigen sehen. Ganz gleich, zu welchem Zeitpunkt und wie lange dies zu rechtfertigen gewesen sein mag oder auch nicht: Dass das Konsequenzen hat, ahnten damals schon viele."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG bilanziert:
"Allem Alarmismus zum Trotz ist festzuhalten: Deutschland ist kein unsicheres Land, vor allem nicht im internationalen Vergleich. Wer etwas anderes behauptet, macht politisch Stimmung."
Themenwechsel. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat mit der Schweiz erstmals ein Land wegen eines unzureichenden Klimaschutzes verurteilt.
"Wichtig an dem Urteil ist seine Breitenwirkung", meint die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:
"Der Straßburger Gerichtshof liefert Klimaklägern neue Klageoptionen und frische Argumente – und der jeweiligen nationalen Justiz innovative rechtliche Instrumente,um Klimaklagen positiv zu bescheiden. Klimaschutz ist Menschenrecht."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG wendet ein:
"Was die Zukunft genau bringt, an Gefahren wie an Entdeckungen, wissen wir nicht. Gerichte sind nicht Herren der Gezeiten. Ferne Betroffene des Klimawandels müssen politisch ernst genommen werden - aber nicht als Sammelkläger vor Weltgerichten, die es nicht gibt. Die Angst vor dem Jüngsten Gericht ist nicht justiziabel."