12. April 2024
Blick in die Zeitungen von morgen

Ein Thema in den Kommentaren sind die Äußerungen von Verkehrsminister Wissing zu möglichen Fahrverboten am Wochenende.

12.04.2024
Ein Verkehrszeichen mit der Aufschrift: "Fahrverbot 0:00 - 24:00 Uhr" an einem Schildermast.
Verkehrsminister Wissing hat vor Fahrverboten am Wochenende gewarnt - viele Zeitungen greifen das Thema in ihren Kommentaren auf. (picture alliance / Sulupress.de / Torsten Sukrow)
"Bei der Mobilität hört der Spaß der Deutschen auf", titelt die KÖLNISCHE RUNDSCHAU.
"Was will Volker Wissing eigentlich?", schreibt der SÜDKURIER aus Konstanz. "Diese Frage stellt sich zwangsläufig, wenn der Bundesverkehrsminister von Wochenendfahrverboten wie zu Zeiten der Ölkrise schwadroniert."
"Die Drohung ist ein Warnschuss, der sitzt", notiert die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG und ergänzt: "Der stetig steigende Pkw-Verkehr und die endlosen Lkw-Reihen auf der Autobahn sind ein Problem, das kein Verkehrsminister allein bewältigen kann."
Die WIRTSCHAFTSWOCHE meint hingegen, Wissings politisches Manöver sei leicht durchschaubar: "Mit dem Horrorszenario von Wochenend-Fahrverboten will er die Reform des Klimaschutzgesetzes beschleunigen."
Die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg wirft an: "Der Verkehrsminister wäre der erste, der sich mit Händen und Füßen und jeder Faser seines Körpers dagegen wehren würde, würden Fahrverbote tatsächlich drohen."
Das Urteil der NORDWEST-ZEITUNG aus OIdenburg lautet: "Mehr Eifer beim Klimaschutz statt nur beim Brandbriefe-Schreiben".
Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz richtet sich direkt an den Minister: "Lieber Herr Wissing, sollte es ihr Kalkül sein, irgendjemanden beeindrucken zu können, schämen Sie sich. Es wird keine Fahrverbote geben, das wissen Sie auch."
Nun geht es um das Fernsehduell zwischen dem Thüringer CDU-Spitzenkandidaten Voigt und seinem AfD-Kontrahenten Höcke.
Die THÜRINGER ALLGEMEINE spottet: "Der Dialog bewegte sich bisweilen, nun ja, auf dem Niveau zweier Kita-Jungs, die in Ikeas Småland im Bällebad vergessen wurden. Wenn man bedenkt, dass sowohl Voigt als auch Höcke Ministerpräsident werden wollen, kann man schon mal ins Grübeln kommen."
Die RHEINISCHE POST zieht folgende Lehre: "Es ist falsch, sich solchen Debatten mit der AfD zu verweigern."
Auch die FREIE PRESSE aus Chemnitz lobt: "Einer Demokratie steht es gut zu Gesicht, sich der Auseinandersetzung zu stellen. Auch wenn es sich dabei um eine vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Partei wie die AfD handelt."
Der Bundestag hat das Selbstbestimmungsgesetz beschlossen - so sollen trans-, intergeschlechtliche sowie nichtbinäre Personen einfacher ihren Geschlechtseintrag ändern lassen.
"Das Ergebnis ist tatsächlich eine kleine gesellschaftspolitische Revolution, das ist gut und war seit langem überfällig", freut sich der Berliner TAGESSPIEGEL.
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg wundert sich über die vorangegangene Aufregung: "Dabei ändert sich für die meisten Menschen nichts und nur für Transmenschen etwas."