10. Juli 2024
Blick in die Zeitungen von morgen

Ein großes Thema in den Meinungsspalten der Zeitungen sind die gestiegenen Zuzahlungen für Pflegebedürftige in Heimen.

10.07.2024
Eine Pflegefachkraft aus der Ukraine geht in einem Altenheim mit einer Bewohnerin über den Gang. Die beiden sind von hinten zu sehen.
Die Zuzahlungen für Pflegebedürftige in Heimen sind weiter gestiegen - das ist ein Thema in den Zeitungskommentaren (Symbolbild). (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
Das FLENSBURGER TAGBLATT stellt fest:
"In manchen Bundesländern müssen die alten Menschen durchschnittlich rund 2.000 Euro aus eigener Tasche zuzahlen. Die wenigsten haben so hohe Renten. Vorhandenes Vermögen wie Immobilien wird verkauft, um die Kosten zu tragen. Von einem langen Arbeitsleben bleibt nichts übrig."
Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER betont, es sei falsch,
"jetzt schon von einer Kostenlawine zu sprechen. Denn auch wenn der Eigenanteil mit 2.871 Euro für einen Heimplatz sehr hoch sein mag, so fällt der Anstieg um 211 Euro gegenüber dem Jahr 2023 eher bescheiden aus. Das sind weitgehend die hohen Tarifabschlüsse, die nun weitergegeben werden."
Das System hätte schon vor Jahren zukunftsfest gemacht werden müssen, kritisiert das STRAUBINGER TAGBLATT:
"Stattdessen jedoch wurden die Probleme bei den Beitragszahlern, bei pflegenden Angehörigen und Heimbewohnern abgeladen. Die meisten Länder werden nicht einmal ihrer Verantwortung bei den Investitionskosten gerecht, was der zweite große Skandal ist, denn sonst wäre der Eigenanteil um Hunderte Euro geringer."
Die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus mahnt:
"Ohne ein durchdachtes Konzept, das auf kurze wie auf lange Sicht trägt, droht schon bald eine gewaltige Pflege-Katastrophe - für die Betroffenen, ihre Angehörigen, die Beschäftigten und alle Beitragszahler."
Die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG dagegen wirft ein:
"Es ist nicht so, als hätte die Ampel-Koalition gar nichts getan. Seit 2022 gibt es Entlastungszuschläge, die den Eigenanteil verringern sollen. Besonders Menschen, die lange Zeit in einem Pflegeheim wohnen müssen, sollen damit unterstützt werden. Erst zum Januar 2024 sind diese Zuschläge gestiegen."
Weitere Zusagen der NATO-Staaten für Waffenlieferungen an die Ukraine sind Thema in der MEDIENGRUPPE BAYERN, zu der unter anderem die PASSAUER NEUE PRESSE gehört:
"US-Präsident Joe Biden verkündete zwar neue Luftabwehrsysteme. Doch wirklich neu ist die Anzahl von fünf Patriots nicht; die meisten – darunter die drei deutschen Systeme – sind auch bereits in der Ukraine. Die Ukraine hatte dagegen sieben Patriots gefordert. Der NATO-Gipfel bleibt hier also deutlich hinter den Erwartungen zurück."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE findet:
"Olaf Scholz hat recht, wenn er darauf pocht, dass sich weitere NATO-Partner stärker für die ukrainische Luftabwehr engagieren. Gleichzeitig sollte der Kanzler aber dafür sorgen, dass die zukünftige Hilfe für die Ukraine nicht durch ein zu gering bestücktes Verteidigungsbudget gefährdet wird."