
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG schreibt zum Beispiel:
"Punktsieg für Donald Trump. Es wirklich darauf ankommen lassen wollte – oder besser: konnte – man in Brüssel dann doch nicht. Wie sonst ist es zu erklären, dass der Zollstreit zum Nachteil der Europäer beigelegt wurde."
In der VOLKSSTIMME aus Magdeburg heißt es:
"Die 15 Prozent Zoll werden für die meisten Exporteure schmerzvoll, aber am Ende verkraftbar sein. Trotz alledem bleibt das Gefühl zurück, dass sich die Europäer hier über den Tisch haben ziehen lassen."
Die TAZ spricht sogar von einer Erpressung der EU durch Trump:
"Die vorläufige Beilegung des Handelsstreits zwischen dem US-Präsidenten und der EU-Kommission ist mitnichten eine Einigung auf Augenhöhe. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Trump ein Lösegeld zugesagt, damit der von den angedrohten Zollfesseln für europäische Unternehmen lässt. Wie lange das vorhalten und wann die nächste Erpressung folgen wird, ist unklar."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU befasst sich mit den Haushaltslöchern in der Planung von Finanzminister Klingbeil:
"Ein Hauch von Ampel-Stimmung umweht die schwarz-rote Regierungskoalition. Der finanzielle Handlungsspielraum fürs Regieren in den nächsten Jahren ist viel geringer als bisher angenommen. Das geht aus den jetzt bekanntgewordenen Eckdaten für die Haushaltsjahre 2027 bis 2029 hervor. So fehlen für die besagten drei Jahre insgesamt 172 Milliarden Euro."
Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN kommentieren:
"Die Regierung hat zwar so viel Geld wie noch nie, kommt aber trotzdem hinten und vorne nicht klar. Denn bislang hat noch niemand aus der schwarz-roten Koalition laut kundgetan, wo gespart werden soll. Erst einmal wurden lieber Wahlgeschenke verteilt."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG glaubt, dass Kanzler Merz durch sein Einwirken auf den israelischen Premier Netanjahu einen Beitrag zum Wiederanlaufen der Hilfslieferungen für die Menschen im Gazastreifen geleistet hat:
"Bundeskanzler Friedrich Merz hat öffentlich und zuletzt auch in einem Telefonat mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu immer deutlicher erkennen lassen, dass das Ende seiner Geduld mit der israelischen Kriegsführung in Gaza erreicht ist. Die Hilfslieferungen sind nun endlich wieder in größerem Maßstab angelaufen. Zumindest zum Teil hat das womöglich auch damit zu tun, dass die Botschaft aus Berlin langsam ankommt. Für Merz würde das einen kleinen Erfolg bedeuten - und eine große Verpflichtung, mehr zu erreichen."
