
Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf stellt fest:
"Deutschland ist voll von Vorurteilen zwischen West und Ost. Hier die arroganten Wessis, da die rückständigen Jammer-Ossis. 35 Jahre nach der Wiedervereinigung sind diese Ressentiments immer noch da. 35 Jahre Einheit bedeuten vor allem, dass Menschen sich auf der Suche nach einem Ort zum Glücklichsein in der ganzen Republik umsehen können."
"So vieles ist doch gelungen", betont das FLENSBURGER TAGEBLATT:
"Es gibt sie, die blühenden Landschaften in Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Wasser- und Luftqualität im Osten ist heute besser als im Westen, die wirtschaftliche Produktivität in den östlichen Bundesländern hat stark zugenommen, auch die Löhne gleichen sich zusehends an."
Die Wochenzeitung DER FREITAG findet:
"Deutsche Einheit bedeutet nicht, Unterschiede zu leugnen. Sie bedeutet, sie zu erkennen, offen anzusprechen und so Schritt für Schritt zu überwinden. Und wer, wenn nicht der oder die Ostbeauftragte sollte dies tun? Wer dieses Amt aufgibt, sendet das falsche Signal: dass die Einheit längst erledigt sei, dass strukturelles Abgehängtsein eigenes Versagen der Ostdeutschen ist."
Der Berliner TAGESSPIEGEL bilanziert:
"Ein gemeinsames Glück – ganz vollzogen ist es auch nach 35 Jahren noch nicht. Ein großes Thema für viele Ostdeutsche bleibt ihre bundesweite Repräsentanz. Ein wichtiger Fokus muss deshalb auf mehr Diversität in den Eliten gelegt werden, damit auch die Interessen der Ostdeutschen endlich besser vertreten werden."
Die MEDIENGRUPPE BAYERN beschäftigt sich mit der Haushaltssperre in den USA. Mit Blick auf den Präsidenten heißt es:
"Es wird darauf ankommen, wie Trump reagiert. Eigentlich wäre rationales Handeln gefragt, um den Konflikt zu lösen. Doch Trump griff zu seinem üblichen Rezept, einer Mischung aus wüsten Beleidigungen, Pöbeleien und Drohungen."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG bemerkt zu dem informellen EU-Gipfel in Kopenhagen:
"Russland bedroht Europas Sicherheit massiv - längst nicht mehr nur indirekt durch den Krieg in der Ukraine, sondern inzwischen auch unmittelbar durch Luftraumverletzungen, von denen einige schon eher Angriffen ähneln als bloßen Provokationen. Aber die 27 europäischen Regierungen können sich nicht auf eine gemeinsame Antwort einigen, sie reden viel, zögern aber bei Entscheidungen. Es gibt ja immer ein nächstes Gipfeltreffen."
