28. November 2025
Blick in die Zeitungen von morgen

Heute mit vielen Kommentaren zum Koalitionsausschuss und denm Streit über das Rentenpaket. Beginnen wir mit der Zeitung DIE WELT:

    Ein Rentner schiebt seinen Rollator einen Gehweg entlangt.
    Die Spitzen der Koalition wollen ihr Rentenpaket wie geplant im Bundestag verabschieden lassen. (picture alliance / SvenSimon / Frank Hoermann / SVEN SIMON)
    "Die vier Parteichefs waren sich von vornherein einig, dass der Gesetzesentwurf mit der Mütterrente und dem Abschalten des Demografiefaktors noch in diesem Jahr ohne Änderungen den Bundestag passiert. Das den Jungen präsentierte Kompromissangebot ist so mickrig, dass die 18 Unionspolitiker nur mit Gesichtsverlust, aber kaum mit gutem Gewissen ihre Blockade aufgeben können."
    Das HANDELSBLATT bemerkt:
    "Die Debatte zeigt gnadenlos, wie es um die Generationengerechtigkeit bestellt ist: miserabel. Die Älteren nehmen bereitwillig in Kauf, dass die Jüngeren den Kollateralschaden tragen. Diese Koalition ist nicht reformfähig, wenn es um die sozialen Sicherungssysteme geht."
    Der KÖLNER STADT-ANZEIGER meint indes:
    "Die Koalition hat der Jungen Gruppe der Union nun ein Angebot gemacht, das diese akzeptieren sollte: Die Rentenkommission soll früher anfangen zu arbeiten und bis zum Sommer 2026 fertig werden. Die nächste große Reform soll in einem Jahr beschlossen werden. Die Junge Gruppe hat der Regierung an dieser Stelle also Beine gemacht."
    Die SÜDWESTPRESSE aus Ulm konstatiert:
    "Das schwarz-rote Bündnis jetzt scheitern zu lassen, ist keine Option. Und genau das ist die Auswahl, über die der Koalitionsausschuss die Rentenreformer jetzt noch ein Wochenende lang nachdenken lässt. Diese Fallhöhe mag ihnen die Entscheidung vereinfachen. Dass sie es als Erpressung empfinden werden, kann man ihnen aber nicht verdenken."
    Die Spitzen der Koalition haben sich auf eine Position zum geplanten Aus für neue Verbrenner-Autos in der EU ab 2035 verständigt. Die Bundesregierung will in Brüssel Lockerungen durchsetzen. In den Kommentaren gibt es dazu überwiegend Kritik, so auch von der MÄRKISCHEN ODERZEITUNG aus Frankfurt/Oder.
    "CDU und CSU dürften sich freuen. Für alle anderen ist es eine schlechte Entscheidung. Für den Klimaschutz ohnehin, noch ärgerlicher ist es aber für Verbraucher, die womöglich in ein emissionsarmes Auto investieren wollen – um dann in ein paar Jahren festzustellen, dass sich das angesichts der bis dahin gestiegenen Spritpreise nicht mehr lohnt. Auch die Autobranche dürfte wissen, dass das aufgelockerte Verbrenner-Aus sie nicht retten wird."
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG kommt zu einer anderen Einschätzung:
    "CDU und CSU können es getrost den Post-Materiellen überlassen, nun gegen angebliche Rückschläge im Klimaschutz aufzuheulen. Es ist die richtige, überfällige Kurskorrektur im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit. Um dieses Einmaleins der Sozial- und Wirtschaftspolitik zu verteidigen, wünscht man sich manchmal, dass CDU und CSU in einem Punkt von der SPD lernen würden: von deren Bockigkeit."