
Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER kommentiert, das Regime stütze sich, Zitat:
"... auf Schlägertrupps, Armee und Revolutionsgarden, die ein marodes System weiter am Leben erhalten. Es beruht auf der islamischen Scharia-Gesetzgebung, einer antidemokratischen, inhumanen, lebensfeindlichen, Frauen unterdrückenden Sammlung von Geboten und Verboten, die mit einer modernen Gesellschaft nichts gemein hat."
"Es sind verstörende, brutale Bilder aus Iran, die verzögert nach draußen gelangen",
fährt die TAZ aus Berlin fort.
"Denn seit Tagen ist das Internet abgeschaltet. Bruchstückhaft und über Umwege erreichen einige Videos und Berichte dennoch die Außenwelt: Leichensäcke liegen da in Massen nebeneinander. Sicherheitskräfte schießen gezielt auf teils sehr junge Menschen."
"Wer es sich leicht machen will, empört sich über die 'Steinzeit-Mullahs' im Iran – und geht anschließend zur Tagesordnung über",
kritisiert die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz.
"Wer es sich als Politiker noch leichter macht, erklärt wie Bundeskanzler Friedrich Merz im Chor europäischer Spitzenvertreter seine 'tiefe Besorgnis', mahnt die Einhaltung des Völkerrechts an und hält ansonsten still."
Die F.A.Z. sieht ein mögliches Eingreifen der USA skeptisch.
"Ein amerikanischer Militärschlag führte jetzt genauso wenig zum Schulterschluss der Unterjochten mit ihren Herrschern wie im Juni, als Trump iranische Atomanlagen bombardieren ließ."
Das Magazin CICERO überlegt:
"Vielleicht wird die Geschichte der Islamischen Republik erst mit dem Tod oder der Flucht ihres geistlichen Führers, des 86-jährigen Ayatollah Ali Chamenei, enden."
Und die DRESDNER NEUESTEN NACHRICHTEN betonen:
"Frühere Aufstände zeigten, dass Bilder großer Demonstrationen noch kein Vorbote für eine akute Bedrohung des Regimes sind. Aber hätte das jemand im Herbst 1989 in der DDR gedacht?"
Themenwechsel. Gesundheitspolitiker von CDU und SPD fordern, die Alkoholsteuer zu erhöhen. Die LAUSITZER RUNDSCHAU spricht von einem ersten wichtigen Schritt.
"Die Bundesregierung sollte aber auch ein höheres Mindestalter für den Konsum und ein Werbeverbot umsetzen. Doch entscheidend wird letztlich etwas anderes sein: Solange Politiker das Trinken als Teil der deutschen Kultur anpreisen, diejenigen, die nicht trinken, immer noch viel zu oft kritisch beäugt, und die Folgen des Konsums dieses Nervengifts verharmlost werden, wird sich nichts ändern. Es braucht ein Umdenken in der Gesellschaft. Dass das möglich ist, hat sich in den letzten Jahrzehnten beim Rauchen gezeigt."
