
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE schreibt:
"Das Regime setzt darauf, dass ihm die Armee die Treue hält und es der heterogenen Opposition an einer effektiven Organisation und einer Führungsfigur fehlt. Die Hoffnung der Gegner des Regimes, dass der Schah-Sohn Reza Pahlavi diese Lücke füllen kann, steht auf wackligen Füßen – unklar ist, was der 65-Jährige und dessen zweifelhaftes Umfeld tatsächlich wollen."
Die NÜRNBERGER ZEITUNG betont:
"Gerade weil die Lage komplex ist, müssen Deutschland und Europa Position gegen das Mullah-Regime beziehen. Die EU kann eine wichtige Rolle spielen. Sie muss die Revolutionsgarden auf die Terrorliste setzen."
Die NORDWEST-ZEITUNG aus Oldenburg meint:
"Was die Moral angeht, steht außer Frage, dass die Mullahs den Kern westlicher Zivilisation – den Schutz individueller Rechte – mit Füßen treten. Es braucht aber mehr als warme Worte: noch schärfere Sanktionen, Abbruch diplomatischer Beziehungen, Geld für die Opposition – und ja – vielleicht auch gezielte Schläge gegen den Unterdrückungsapparat des Regimes."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG führt aus:
"Die Schergen des Regimes haben schon viele Demonstranten getötet. Deshalb ist es ein starkes Signal, dass US-Präsident Donald Trump dem Regime eine unmissverständliche Botschaft gesendet hat: Wer unschuldige Iraner erschießt, muss mit der Antwort der Vereinigten Staaten rechnen."
Die LAUSITZER RUNDSCHAU fragt, was von Trumps Ankündigung zu halten ist:
"Der alte Grundsatz ist auch hier anzuwenden: Vor jedem militärischen Eingreifen müssen das Ziel der Aktion klar benannt und das Ende präzise definiert sein. Ist das nicht der Fall, entsteht Chaos. Das amerikanische Eingreifen im Irak und in Afghanistan, das jeweils ohne Exit-Strategie erfolgte, legt davon Zeugnis ab, welche verheerenden Langzeitfolgen unbedachte militärische Operationen haben können."
Das juristische Vorgehen der US-Regierung gegen Notenbank-Chef Powell ist Thema in der PASSAUER NEUEN PRESSE:
"Während sich Trump in der Weltpolitik als großer Macher gebärdet, geht im Inland die Konsumstimmung der Verbraucher in seiner zweiten Amtszeit immer weiter in den Keller. Kein Wunder also, dass sich Trump deutliche Zinsschritte nach unten wünscht – so rasch wie möglich. Der Fed-Chef steht dem im Weg."
Die STUTTGARTER ZEITUNG warnt:
"Die US-Zentralbank ist Hüterin des Dollar, der Leitwährung der Welt. Was die Fed beschließt, setzt Wegmarken für Zentralbanken rund um den Globus. Falls sie in die Hände politischer Fanatiker fällt oder auch nur Irrationalität und Willkür ausgeliefert wird, kann das Schockwellen auslösen mit schwersten Schäden im gesamten, weltumspannenden Finanz- und Wirtschaftssystem."
