14. Januar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Ein Thema in den Zeitungen von morgen ist die Lage im Iran.

    Dieses Bild, das die Nachrichtenagentur AP aus dem Iran erhalten hat, soll Protestierende in Teheran zeigen.
    Nächtliche Szene einer Demonstration, wo mehrere Menschen um ein Feuer stehen und in die Hände klatschen. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Uncredited)
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG notiert:
    "Folter ist nichts, was den Menschen in Iran fremd ist. Und trotzdem gehen sie jetzt auf die Straße. Sie nehmen in Kauf, festgenommen, gefoltert und gehängt zu werden. Vielleicht geht es nur mit dem Mut einer Verzweiflung, die den meisten Menschen hierzulande fremd ist. Was aber jeder kann: innehalten. Ehrfurcht haben vor diesem Mut, der stärker ist als die Grausamkeit und die Gewalt des Regimes."
    Die TAZ konstatiert:
    "Sanktionen und angedrohte Strafverfolgungen sind besser als Militäreinsätze. Es gilt, die Aktivistinnen und Aktivisten zu schützen. Ein militärischer US-Angriff wäre kontraproduktiv. Freiheit und Demokratie lassen sich nicht herbeibomben – das haben die vergangenen Versuche gezeigt."
    Die WELT betont:
    "All jenen, die den Iranern Freiheit wünschen ebenso wie denen, die militärische Mittel in der internationalen Politik grundsätzlich ablehnen, muss klar sein, dass es kaum mehr Hoffnungen für die Menschen in der Region und für eine Stabilisierung der Geopolitik gibt, wenn diese Führung Atomwaffen erlangt. Um dieses Szenario zu verhindern sind auch militärische Mittel zulässig, wenn das wankende Regime nicht selbst glaubwürdig verzichtet. Dafür gibt es aber derzeit keinerlei Anzeichen."
    Die FRANKFURTER RUNDSCHAU nimmt den Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Söder, die Bundesländer neu zu ordnen, in den Blick:
    "Die Zusammenlegung von Bundesländern ist auch wegen der hohen Hürden keine Option. Wenn es einfach machbar wäre, gehörten Berlin und Brandenburg schon seit 20 Jahren zusammen. Zunächst braucht es ein Bundesgesetz, das eine Fusion verfügt. Anschließend müsste per Volksentscheid abgestimmt werden. Das ist im Fall von Berlin-Brandenburg 1996 negativ ausgegangen. Man kann Bund und Länder nur davor warnen, sich auf einen Dauerstreit einzulassen, der am Ende zu nichts führen kann."
    Die DITHMARSCHER LANDESZEITUNG führt aus:
    "Der vermeintliche Denkanstoß des CSU-Chefs ist eine neue Variante des Lamentierens über milliardenschwere Transfers aus Bayern an notorische Pleitegeier aus Münchener Sicht. Dabei vergisst man im Süden gern, dass Bayern selbst über Jahre vom Länderfinanzausgleich profitiert hat. Die Wandlung vom Agrar- zum Hochtechnologieland haben die Bayern nicht allein aus eigener Kraft gestemmt. Wenn auch, das muss der Neid ihnen lassen, hervorragend umgesetzt."
    Im STRAUBINGER TAGBLATT heißt es:
    "Über Reformen und Kooperation reden alle nur so lange gern, wie es abstrakt bleibt. Etwas Zusammenarbeit hier, ein gemeinsames Amt oder ein geteiltes Rechenzentrum dort, doch im Grund bleibt alles, wie es ist. Und elf von 16 Bundesländern halten die Hand auf."