
Der Berliner TAGESSPIEGEL bilanziert die Gepräche wie folgt:
"Von einer 'fundamentalen Meinungsverschiedenheit' war im Anschluss die Rede. Es müssen also noch andere Motive bei Trump im Spiel sein. Ist es das Profitinteresse angesichts der Rohstoffvorkommen, die der für Trump nicht existierende Klimawandel mit der Polkappen-Schmelze freilegen wird?"
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG vermutet:
"Alles scheint jetzt denkbar, selbst eine 'Eroberung Grönlands', von der Dänemarks Außenminister nach seinem Krisengespräch in Washington wieder gesprochen hat. Trump macht eine Außenpolitik der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, weil eingeschüchterte Verhandlungspartner in der Regel geschmeidiger sind als selbstbewusste."
Die WIRTSCHAFTSWOCHE ist überzeugt:
"Über die Arktis-Insel entscheiden die Grönländer und Dänen und niemand sonst. Das ist und bleibt die Ausgangslage, mag Donald Trump auch noch so sehr drängen und drohen."
Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN stellen fest:
"Deutschland und Europa entsenden nun Soldaten nach Grönland. Es ist eine smarte Aktion, die den USA zeigen soll, dass die Insel so unsicher nicht ist, wie Trump tut. Das Motto: Wir können selbst auf Grönland aufpassen. Das soll ein Kernargument Trumps obsolet machen."
Nach Einschätzung der WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN aus Münster soll der Militäreinsatz eine doppelte Botschaft über den Atlantik senden:
"Europa ist bereit, noch mehr Verantwortung in der Nato zu übernehmen – und: Die USA und ihre Verbündeten haben auch im arktischen Raum gemeinsame Sicherheitsinteressen, die zu wahren die Aufgabe aller ist."
Das Portal T-ONLINE findet:
"Es ist richtig, von den Europäern hier ein Exempel zu statuieren und Soldaten in Grönland zu stationieren, letztlich wie eine Art menschliche Schutzschilde gegen einen etwaigen Angriff."
Die OSTSEE-ZEITUNG aus Rostock vertritt diese Ansicht:
"Dass sich Deutschland mit Bundeswehrsoldaten an einer Erkundungsmission auf Grönland beteiligt, ist ein starkes Symbol der Solidarität – mehr jedoch nicht. Weder materiell noch personell ist die Bundeswehr derzeit zu großangelegten Arktismanövern fähig."
Der BREMER WESER-KURIER prognostiziert:
"Sicherlich werden Dänemark, Deutschland, Frankreich und andere Grönland nicht gegen US-Truppen verteidigen können, allerdings könnte der Preis, den die Amerikaner für eine solche Militärintervention bezahlen müssten, sehr hoch ausfallen."
