
"Wer weiß schon, wie weit der Wahnsinnige im Weißen Haus wirklich gehen würde?", fragt sich der SÜDKURIER aus Konstanz:
"Käme es zum Äußersten, würden amerikanische Soldaten auf dänische Truppen schießen. Krieg unter Nato-Verbündeten, die sich eigentlich gegenseitig beistehen sollten. Dass das überhaupt ein mögliches Szenario ist, ist das alleinige Werk von Trump."
Das STRAUBINGER TAGBLATT sieht für Europa zwei Möglichkeiten:
"Schon lange wird über eine Besteuerung der US-Kommunikationsgiganten Meta, Microsoft und andere diskutiert, die viele Milliarden Euro brächte und den Trump-nahen Oligarchen zu Hause wehtäte. Oder aber man antwortet mit Zöllen vor allem auf Produkte wie landwirtschaftliche Erzeugnisse, welche die Wählerschaft Trumps treffen."
Die NÜRNBERGER ZEITUNG prognostiziert, dass der Streit um Grönland für Trump zum Stolperstein werden könnte:
"Bezahlen müssen die höheren Zölle letztlich die Amerikaner, die schon jetzt merken, dass viele Versprechungen des Präsidenten so leer sind wie ihr Geldbeutel. Die bange Frage für Europa ist, ob es die Opposition in den Staaten schafft, Trump und seiner Administration eine Persönlichkeit entgegenzustellen, die ihm gewachsen ist. Erste Hinweise auf diese Frage sind bei den Halbzeitwahlen zum Kongress im Herbst zu erwarten."
Und jetzt ein anderes Thema. Bundeskanzler Merz hat mit seinen Aussagen zu Krankschreibungen in Deutschland unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Der KÖLNER STADT-ANZEIGER schreibt:
"Es führt sicherlich nicht weiter, wenn der Regierungschef der führenden Industrienation in Europa einen nicht geringen Teil der eigenen Bevölkerung zu Simulanten erklärt, die man nur ein bisschen antreiben muss, damit sie auch mit kleineren Wehwehchen am Arbeitsplatz erscheinen. Vielmehr dürfte bei vielen erneut der Eindruck entstehen, dass Merz die Welt, über die er da redet, gar nicht richtig kennt. Damit wiederum dürfte der Kanzler das Gegenteil dessen erreichen, was er anstrebt. Er dürfte eher demotivieren als alles andere."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG analysiert:
"Karenztage ohne Lohnfortzahlung oder andere Verschärfungen würden genau eines bringen: eine Verschleppung der Krankheitstage. Vielleicht würden dadurch einige schwarze Schafe getroffen. Doch den schwerwiegenderen Effekt sehen wir am Beispiel der USA. Im Land des 'American Dream', wo es keinen gesetzlichen Anspruch auf bezahlte Krankheitstage gibt, zeigt sich: Zu einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts führt diese Regelung nicht, im Gegenteil. Es kommt häufiger zu Ansteckungen und zur Verschleppung von Krankheiten, was im Endeffekt zu längeren Ausfallzeiten und höherer Sterblichkeit führt."
